Chronik SV Hirrlingen 1930 e.V.


1930 Vereinsgründung durch Karl Baur, Friseurmeister. Zunächst als reiner Fussballverein; erster unregelmäßiger Spiel und Trainingsbetrieb. Aus den Jahren 1930-1936 sind keine schriftlichen Aufzeichnungen vorhanden. Ein Teil der folgenden Informationen stammen aus der mündlichen Überlieferung unseres verstorbenen Ehrenvorstandes Karl Baur. heutiges Tuchhäusle

1931 Einsatz des geregelten Fussballspielens bei Freundschaftstreffen auf dem früheren Tuchbleicheplatz beim Tuchhäusle. Grösse des Platzes ca. 80x50m . Dabei kam es zu ständigen Klagen der Anlieger, schließlich wurden 5,- DM/Jahr Schadenersatz für jedes Grundstück gezahlt.

1932 Beitritt zum Verband "DJK" Deutsche Jugendkraft. Eine Riege für Leichtathletik und Turnen wurde aufgestellt. Allerdings war das Herumlaufen in Sportkleidung innerhalb der Ortschaft verboten. Im DJK-Verband wurde um Punkte gespielt, die damaligen Gegner waren Obernau, Oberndorf, Wendelsheim, Bieringen, Wachendorf und eine Reutlinger Mannschaft. Wendelin Maurer erinnerte sich an das erste Spiel in Obernau das mit einer Packung von 11:0 endete. Torwart damals war Anton Leins.

1933 Max Ellsässer, Stammverteidiger, verunglückte bei Waldarbeiten; der erste Tote des jungen Vereins. Zur Verstärkung der 1. Fussballmannschaft wirkten in diesen Jahren auch Gastspieler aus Rangendingen und Wachendorf mit. Ohne weitere Formalitäten war dies bei Vorlage des Spielerpasses möglich. Erinnert sei hier an die Fussballfreunde Gebr. Lenz, Anton Schilling, Mühle-Michael und Josef Biener, der auch später noch oft auf dem Sportplatz anzutreffen war.

1934/35 Neben dem Fussballspielen musste ständig auf dem Sportgelände mit Pickel und Schaufel gearbeitet werden. Spielerausfälle entstanden durch Einberufung zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht.

Erste Eintrittserklärung 1936 Die DJK-Vereine waren aufgelöst. Es folgte die Übernahme in den Süddeutschen Sportverband als Turn-und Sportverein Hirrlingen. Erste schriftliche Aufzeichnungen entstanden. U. a. eine Eintrittserklärung (siehe Bild rechts) und eine 1. Satzung vom 6.12.1936 eine Beitragsrechnung vom Verband, die immerhin schon 72,-RM zahlbar in 4 Raten aufweist und eine Bestandserhebung 1936 mit 19 Sportausübenden. Im Adlersaal wurden für die Gymnastikghruppe 70qm Fläche zu einer Jahresmiete von 15,- RM gemietet.

1937 Bei der Jahresmeldung 1937 erschienen 232 männliche Teilnehmer Gymnastik und 22 männliche Teilnehmer Fussball. Am 17./18. Juli 1937 Teilnahme am 1. Kreisfest Kresi Achalm der Turner. Ein 2. Preis wurde errungen.
In diesem Jahr verhandelten Vorstand Karl Baur und Oberlehrer Bosch mit dem Bürgermeister Schmid erstmals über den gewünschten Bau einer Turnhalle. Darüber wurde auch im Kultusministerium Stuttgart verhandelt; konkrete Ergebnisse wurden jedoch nicht erzielt. Spieler der 1. mannschaft befanden sich bereits bei der Wehrmacht.
Eine 15 Mann starke Jugendmannschaft konnte bereits schöne Erfolge aufweisen. Trainer und Betreuer war Ignaz Huber.

1938 Bereits eingeschränkter Spielbetrieb. Neben Wehrmacht und Arbeitsdienst waren auch einige Fussballer zivildienstverpflichtet am Westwallbau. Trotzdem konnte Vorstand Baur 45 Mitglieder am 6. Februar 1938 zur Generalversammlung einladen.

1939 Der Sportbetrieb beschränkte sich sich auf Fussballspiele der Jugendmannschaften. Kriegsausbruch alle Aktiven wurden einberufen.

1940 Im Sommer spielte noch eine Jugendmannschaft um die Bannmeisterschaft in Tübingen, das damals die Tübinger hoch mit 6:0 gewinnen konnte. Im Bilde die letzte Fussballmannschaft im Kriegsjahr 1940/41. Von diesen 11 Freunden sind 5 im Kriege gefallen. Ägidius Biesinger wurde so verwundet, dass er nie mehr Fussball spielen konnte.
Fussballmannschaft 1940/41
Die Namen von oben links nach rechts unten:
Ägidius Biesinger, Ludwig Ellsässer, Hermann Saile, Karl Kurz, Willi Kessler
Rupert Zug, Hans Zug, Karl Mayer,
Josef Waller, Rudolf Biesinger und Willi Zug.

1941 bis August 1945 ruhte der gesamte Sportbetrieb.

1945 Juli / August Rückkehr der ersten Männer aus der Gefangenschaft. Aufnahme des Fussballspielbetriebs. Nur wenige Freundschaftsspiele konnten ausgetragen werden.

1946 Ohne Genehmigung der franz. Besatzungsmacht durfte kein Fussballspiel stattfinden. Trotzdem wurde Sonntag für Sonntag Fussball gespielt. Erst mit Fahrrädern, dann mit einem Holzvergaser-Lkw und ab 1947 mit einem Kastenwerkstattwagen der damaligen Südwestdeutschen Eisenbahnen gefahren. Die Wiedergründung des Vereins siehe nachstehenden Antrag: Dokument der Wiedergründung

1947 Fussballspiele in Gniebel, Rübgarten, Prondorf, Walddorf und im Kreis Tübingen wurden mit den vorhandenen Kraftfahrzeugen zu teuer.Der SV stellte daher den Antrag auf Spieleinteilung in den Bezirk Zollern. Es wurde in Stetten, Schlatt, Hausen, Starzeln u.a. im Kreis Hechingengespielt

1948 Auch nach der Währungsreform war die finanzielle Lage des SVH nicht rosig. Im Adlersaal wurden Fasnetbälle veranstaltet und die traditionelle Kunst des Theaterspielens vom Gesangverein übernommen. Neue Fussballbekleidungen mussten beschafft werden. Der erste von Leon Seilaz gestiftete Sportdress war verschlissen und immer noch mussten bei den Franzosen Spielgenehmigungen eingeholt werden. In diesem Jahr wurde der Verein endgültig von der franz. Besatzungsmacht genehmigt. S. Protokoll der Gründungsversammlung und das Schreiben des Gouvernement Militaire DU Wurtemberg. Neben den Verbandsspielen wurden früher mehr Freundschaftsspiele an Ostern, Pfingsten usw. durchgeführt. So z.B. die Aufstellung zum 10.Sept. 1048 : Aufstellung 1948

1949 Kurt Dettling, Lehrer in Hirrlingen, hat den SVH neben seiner Tätigkeit als Jugendleiter und Spielleiter auch als Organisator bei Bällen und Theaterveranstaltungen kräftig unterstützt. Nachdem in den Jahren 1948 und 1949 die letzten Kameraden auch aus der französischen Kriegsgefangenschaft heimkehrten, standen auch mehr Männer für 2 Fußballmannschaften zur Verfügung.

1950 Die wirtschaftlichen Verhältnisse wurden rasch besser, zum Teil konnten für die Auswärtsspiele Busse eingesetzt werden. 1949/50 Mit diesem Spieljahr endete die Ära des Wiederaufbaues des SVH. Die Zeit des Improvisieren, des Organisierenmüssens von Sportgeräten, Sportbekleidung, Beförderungsmitteln, Spielgenehmigungen einholen etc., neigte sich dem Ende zu. Der SVH war eine feste Größe im Fußballspielbetrieb des Kreises Tübingen und im nachfolgenden Bezirk Alb Mitglied des WFV geworden. Vor und 5 Jahre nach dem Weltkrieg wurde nur sporadisch und ohne geprüfte Trainer trainiert; dementsprechend war auch unsere Spielkultur. Wenn auch keine größeren Erfolge gefeiert werden konnten, so war doch die Freude am Fußballspiel und am Gemeinschaftsleben nach dem Alptraum der vergangenen 15 Jahre riesengroß. Aus den ersten Jugendmannschaften konnten schon komplette 1. Mannschaften aufgestellt werden. Karl Beuter Herrmann Saile Die Kriegs- und Nachkriegstrümmergeneration hörte auf oder trat ins 2. Glied zurück; die ausgedienten Spielerpässe wurden im Archiv deponiert. Der Berichter setzt das Einverständnis der damaligen Aktiven voraus, dass wir die noch vorhandenen Pässe im nachfolgenden Abschnitt veröffentlichen. Vielleicht erkennt sich der eine oder andere wieder.

1951 Nach wie vor wird beim SV nur Fußball gespielt. Der Grund: Von einer Turn- oder Mehrzwecksporthalle durfte nur geträumt werden. Der Verein hatte mit dem Bereithalten von Fußball- und Trainingsplätzen alle Hände voll zu tun. Die Gemeinde stellte nach und nach einen Trainingsplatz im Lehen und einen Ausweichplatz an der äußeren Wilhelmstraße kostenlos zur Verfügung. Für die am Ausweichplatz beteiligten Privatgrundstücke wurde vom Verein eine jährliche Pacht bezahlt. An diesem Platz stellten die Zimmerleute und Schreiner aus den Mannschaften eine Wurst- und Bierbude auf, die heute noch auf dem Sportgelände gute Dienste leistet. Von 1951 an sieht man im Tabellenspiegel die Höhepunkte der Fußballer, auch bittere Rückschläge im Wechsel:

Der SV Hirrlingen im Tabellenspiegel:
Spieljahr 50/51 B-Klasse
Gruppe West Reutlingen-Tübingen 7. Platz 44 : 42 Tore

Spieljahr 51/52 B-Klasse
Gruppe West Reutlingen-Tübingen 3. Platz 56 : 37 Tore

Spieljahr 52/53 C-Klasse
Kreis Tübingen 3. Platz 59 : 33 Tore
(Zurückstufung wegen Auflösung der B-Klasse Reutlingen-Tübingen).

Und fast Jahr für Jahr wurde im Adlersaal mit Begeisterung Theater gespielt.Theaterveranstaltungen In der Zusammenfassung sind 13 Stücke aufgeführt; davon sind einige mit hohem Kulturwert, diese mußten mehrmals aufgeführt werden. Mit dem jeweiligen Reinerlös konnte der Verein finanziert werden.

1952-1961 Die spielerischen Leistungen der Fußballer konnten sich sehen lassen. Das Protokoll über die Generalversammlung 1952 gibt einen interessanten Einblick über die damaligen Umstände im Verein. Generalversammlung 1952 Im Vereinslokal "Gasthaus zum Adler" haben sich alle Spieler, Gäste und Hirrlinger umgezogen. Gewaschen hat man sich in einem Zuber im Hof. Schließlich hat der Adlerwirt einen Brausekopf in seiner Waschküche installiert, ein sanitärer Fortschritt, den Nachbarvereine zu der Zeit nicht aufweisen konnten. Das Foto rechts oben zeigt zum ersten mal den SVH-Wimpel, der heute mit seinem hohen Traditionswert jeder kostbaren, goldbestickten Vereinsfahne vorzuziehen ist. Auf dem Bild vor dem Eingang zur Gaststätte Adler die stolzen Wimpelträger Ägidius Biesinger und Karl Deutschle. Recht daneben schauen Hans Lohmüller, Valentin Kessler und der 1963 verunglückte Karl Zug, sowie links der wie immer dabei und interessierte Erwin Zug zu: ............................ In diesen Jahren wurde auch die erste Drainage mit Tonrohren auf dem Sportplatz beim Tuchhäusle verlegt, da die Rasenfläche eher einem Kartoffelacker glich. Der Erfolg dieser Maßnahme war wegen technischer Mängel gleich null. Die Drainage wurde später ein zweites Mal und mit gutem Ergebnis wiederholt.

Spieljahr 53/54 C-Klasse Kr. Tübingen 2. Platz 51 : 20 Tore
Spieljahr 54/55 C-Klasse Kr. Tübingen 1. Platz 100 : 21 Tore
Furore auf den Fußballplätzen machte im Jahre 1954/55 der 100 Toresturm der stolzen Meistermannschaft. Meister 1955

Spieljahr 55/56 B-Klasse Kr. Tübingen 9. Platz 43 : 48 Tore
Spieljahr 56/57 B-Klasse Kr. Tübingen 9. Platz 60 : 61 Tore
Spieljahr 57/58 B-Klasse Kr. Tübingen 8. Platz 34 : 43 Tore
Spieljahr 58/59 B-Klasse Kr. Tübingen 3. Platz 63 : 62 Tore
Spieljahr 59/60 B-Klasse Kr. Tübingen 11. Platz 39 : 79 Tore
Spieljahr 60/61 B-Klasse Kr. Tübingen 12. Platz 39 : 90 Tore
Spieljahr 62/63 B-Klasse Kr. Tübingen 13. Platz 40 : 77 Tore
(letzter Platz, Abstieg)
Meister 2. Mannschaft C-Klasse Kreis Tübingen 1956/57

Bei den Sportfesten dieser Jahre marschierte man noch im Festzug im stolzen Dress in Reih und Glied. Und immer dabei der legendäre Dreieckswimpel.Umzug in Obernau Bei dem Festzug in Obernau 1957 betrachtete man den Stechschritt der Wimpelträger hier sieht man es: gelernt ist gelernt.

1962-1970 Die Tabelle zeigt mittlere Plätze in der B-Klasse Tübingen.
Spieljahr 63/64 C-Klasse Kr. Tübingen 1. Platz 51 : 17 Tore
Spieljahr 64/65 B-Klasse Kr. Tübingen 8. Platz 68 : 61 Tore
Spieljahr 65/66 B-Klasse Kr. Tübingen 6. Platz 61 : 54 Tore
Spieljahr 67/68 B-Klasse Kr. Tübingen 9. Platz 53 : 60 Tore
Spieljahr 68/69 B-Klasse Kr. Tübingen 7. Platz 37 : 58 Tore
Spieljahr 69/70 B-Klasse Kr. Tübingen 9. Platz 41 : 51 Tore

1963 Eugen Ströbele sowie Ägidius Biesinger initiieren zusammen mit den Vorständen der Nachbarvereine das Eichenbergpokalturnier, das seither ein beliebtes Turnier zur ständigen Kameradschaftspflege zwischen den Vereinen geworden ist. Die Tabelle der Turniersieger folgt am Ende dieser Chronik. Inzwischen haben weitere einstige Fußballer ihre aktive Zeit beendet, auch ihre Pässe wurden ins Archiv gelegt.

1964 Der SV Hirrlingen gewinnt das Eichenbergpokalturnier. Eichenbergpokalsieger in WeilerAuf dem Bild die Sieger mit dem Pokal. Seit 1964 läuft ein Antrag auf Landeszuschüsse zur Neudrainage des Sportplatzes. 1965-1966 wurden die Arbeiten ausgeführt.

1965-1967 Hirrlingen gewinnt zum 2. und 3. Mal das Eichenbergpokalturnier; der Pokal bleibt im Besitz des SVH.
Am 26. Oktober 1966 stirbt überraschend der amtierende Vorstand Eugen Ströbele, er war einer der fähigsten Männer den der HSV je hatte.
Der Wirbelsturm am 23.02.1967 hat indirekt den beschleunigten Bau unseres Sportheimes verursacht. Aus dem Sturmholzanfall im Geisterwald durfte der Verein Bauholz für das geplante Haus aufbereiten. Dieses wurde am 15.07.1967 in der Säge Zug geschnitten. Am 13.04.1967 konnte nach schwierigem Genehmigungsverfahren die Baugrube für das Sportheim ausgehoben werden. Am 31.07.1969 wurde das Sportheim eingeweiht und in Betrieb genommen.

1968 / 1969 Der SVH gewinnt weitere Male das Eichenbergpokalturnier. Die erste Mannschaft erhält den Fairness-Preis "In Anerkennung sportlich einwandfreien Verhaltens im Spieljahr 1969/70" vom WFV. Sportliche, kulturelle und gesellschaftliche Aktivitäten waren schon immer das Salz in der Suppe einer jeden Vereinsarbeit. Ob nun auf dem Rasen, auf den Brettern der Welt oder bei Fahrten ins Ausland - immer wurde die Gemeinschaft Hirrlingen bestens durch ihren Sportverein repräsentiert.

1971 Am 21.03.1971 verstarb viel zu früh Anton Beuter, Vorstand im Sportverein 1947/48. Er spielte anfangs der 30-iger Jahre aktiv Fußball in der DJK-Mannschaft.
Nachstehend die Platzierungen in den Jahren von 1970 bis 1975
Spieljahr 70/71 B-Klasse Kr. Tübingen 7. Platz 36 : 39 Tore
Spieljahr 71/72 B-Klasse Kr. Tübingen 6. Platz 37 : 39 Tore
Spieljahr 72/73 B-Klasse Kr. Tübingen 12. Platz 39 : 61 Tore
Spieljahr 73/73 B-Klasse Kr. Tübingen 2. Platz 49 : 31 Tore
Spieljahr 74/75 B-Klasse Kr. Tübingen 1. Platz 58 : 25 Tore

1974 Umfangreiche Erdbewegungen für den neuen Sportplatz wurden durchgeführt.

1975 Der letzte Sieg zur Meisterschaft im Jahre 1974/75 war ein 6 : 1 in Hirschau. Im Bild die Meistermannschaft von 1975
Meister 1975 B-Klasse
1976 - 1978 Weiterführung der Bauarbeiten am neuen Sportplatz. Am 09. Juli 1978 konnte das "Stadion beim Tuchhäusle" eingeweiht und zum Spielverkehr freigegeben werden.
Spieljahr 75/76 A-Klasse Bezirk Alb 6. Platz 35 : 29 Tore
Spieljahr 76/77 A-Klasse Bezirk Alb 5. Platz 44 : 35 Tore
Spieljahr 78/79 A-Klasse Bezirk Alb 14. Platz 43 : 56 Tore
Im Juni 1977 wechselte unser ehemaliger Jugendspieler und Aktiver Josef Saile vom TSV Ofterdingen zu den Stuttgarter Kickers. Aufgrund des Lizenzspielerstatus konnte der SVH einen erklecklichen Anteil an der Transferentschädigung für sich verbuchen.

1978 Die Gemeinde Hirrlingen stellt der Schule und der sporttreibenden Bevölkerung die Mehrzweckhalle zur Verfügung. Damit wurde der Traum von mehreren Generationen junger Hirrlinger füllt. Seither tummeln sich Tag für Tag Junge und alte bei schweißtreibendem Training oder fröhlichem Spiel in der Eichenberghalle. An dieser Stelle dankt der Sportverein der politischen Gemeinde Hirrlingen für alles, was sie für die Jugend und vor allem für den SVH geplant, bewilligt, gebaut und finanziert hat.

1979 Ab der Saison 79/80 übernahm Karl-Heinz Harrer die beiden aktiven Fußballmannschaften. .........................................

1980 / 1981 Die erfolgreiche Ära im Verein begann im Jahre 1980. Da errang die 1. Mannschaft in der Kreisliga A unter dem damaligen Trainer Karl-Heinz Harrer die Meisterschaft und schaffte dieses Kunststück ein Jahr später auch in der Bezirksliga. Zwei Meisterschaften hintereinander sowie den Bezirkspokalsieg zu erringen, das dürfte noch nicht vielen Vereinen gelungen sein.................................................. "Bravo SV Hirrlingen" - "Unwiderstehlicher Durchmarsch der Hirrlinger".... ................... ... diese und ähnliche Schlagzeilen waren an der Tagesordnung in sämtlichen Presseberichten der Region. Es waren schon begeisternde Jahre, die der Verein mit Trainer Karl-Heinz Harrer erleben durfte. Zuerst der Aufstieg in der Saison 1980(81 von der Kreisliga A in die Bezirksliga. Das Meisterstück machte die Mannschaft ausgerechnet beim Lokalrivalen Frommenhausen mit einem 8 : 1 Kantersieg. Dann der legendäre Durchmarsch in die Landesliga eine Saison später. Duplizität der Ereignisse: Wieder war das entscheidende Match bei einem Lokalrivalen - diesmal mit einem überzeugenden 3 : 0 Sieg beim FA Rottenburg. Bei beiden Bildern, in Frommenhausen und Rottenburg, erkennt man die echte Freude bei Spielern, Funktionären und Fans! ............................................... Am 06.04.1981 starb nach einem erfüllten Leben unser Ehrenvorstand Karl Baur. Seine langjährige Tätigkeit für den SVH ist für uns Beispiel und Ansporn in seinem Sinne für den SVH weiter zu arbeiten . ........................................

1982 Zum ersten mal besuchte der SV Hirrlingen die Partnergemeinde Hajos und bestritt in Ungarn 5 Fußballspiele, u.a. gegen den damaligen ungarischen Pokalsieger und Rekordmeister Ferencvaros Budapest. Das Spiel, das vor 4000 Zuschauern stattfand, ging nur knapp mit 1 : 2 Toren verloren. Unser Foto zeigt beide Mannschaften auf dem Hajoser Fußballgelände. ................................

1982 - 1989 In dieser Zeit spielte die 1. Mannschaft des SV Hirrlingen in der Landesliga Staffel III und sorgte für manche positive Überraschung. Folgende Plazierungen wurden erreicht:
1982/83 9. Platz von 19 Mannschaften mit 56 : 58 Toren, 38 : 34 Punkten.
Meister wurde der TSV Pliezhausen. In dieser Runde schoß Martin Zug 42 Tore. Dieser Rekord für alle 4 Landesligen hat heute noch Gültigkeit. Trainer war Wolfgang Haug.
Am 24.07.1983 gastierte in Hirrlingen der damalige amtierende ungarische Meister Raba ETO Györ. Die Magyaren erwiesen sich als wahre Ballzauberer und fegten unsere Mannschaft mit 11 : 3 Toren vom Platz. Für die über tausend Zuschauer war dieses Spiel ein wahrer Augenschmaus. ..........................................

1983/84 4. Platz mit 55 : 29 Tore, 44 : 24 Punkten.
Meister wurde der SV Böblingen. Die ersten fünf Mannschaften nach Ende der Runde waren:
1. SV Böblingen 53 : 15 Punkte
2. Vfl Pfullingen 52 : 16 Punkte
3. Vfl Sindelfingen 46 : 22 Punkte
4. SV Hirrlingen 44 : 24 Punkte
5. SV Tübingen 38 : 30 Punkte
Wir hatten uns bei den "Großen" Respekt verschafft und einen guten Namen im weiten Umkreis. Außerdem waren wir die erfolgreichste Mannschaft der Rückrunde. Es war Wolfgang Haugs letzte Runde als Spielertrainer.

1984 In diesem Jahr erfolgte der Gegenbesuch der Hajoser Freunde. Aus Anlaß des Eichenbergpokalturniers, das in Hemmendorf stattfand, wurde bei der Nachbargemeinde ein Festspiel durchgeführt, das mit einem 4 : 2 Sieg für Hirrlingen endete. ......................................
1983/84 belegte der SV Hirrlingen den 8. Tabellenplatz mit 72 : 49 Toren und 35 : 33 Punkten. Meister wurde der Vfl Sindelfingen. Im gleichen Jahr wurden wir zum 10. Mal Sieger des Eichenbergpokalturniers und gewannen das 5.000,-- DM-Turnier des TV Belsen, an dem die acht besten Mannschaften des Bezirks Alb und Zollern teilnahmen. Unvergessen dabei das 1 : 0 Siegtor von Bernie Roth im Endspiel gegen den TSV Ofterdingen. Nicht zu vergessen sei der 4 : 1 Sieg beim späteren Meister der Verbandsliga SSV Reutlingen, im WFV-Pokal, wobei wir unter den letzten 16 Mannschaften waren und erst in Schwäbisch Gmünd gestoppt wurden. Trainer war Hubert Rammler.
1985/86 5. Platz mit 58 : 43 Toren und 38 : 30 Punkten. Meister wurde der Vfl Nagold mit 57 : 11 Punkten. Die Nagolder, die im Jahr zuvor gegen uns mit 0 : 9 Toren die höchste Heimniederlage ihrer Vereinsgeschichte hinnehmen mußten, was gleichzeitig der höchste Auswärtssieg in der Landesliga war (und noch ist), gewannen im Dezember das vorentscheidende Spiel gegen uns mit 1 : 0 und ließen sich von da an nicht mehr aufhalten. Bis zu diesem Spiel lagen wir um 4 Punkte hinter dem späteren Meister. Hubert Rammler verabschiedete sich nach dieser Runde in Richtung Ecuador und wurde von Michael Höfig ersetzt.
Am 28. Januar 1987 begleiteten wir unseren ehemaligen Vorstand und Kassier, Julius Deibler, der viele Jahre dem Verein diente, auf seinem letzten Weg ans Grab. Obwohl durch einen Armverlust behindert, setzte er seine ganze Kraft für den SVH ein. ......................................
Der bisherige sportliche Höhepunkt in Hirrlingen war das Gastspiel des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach am 14.07.1987. Dieses Spiel war eine Gemeinschaftsveranstaltung der 6 Eichenbergvereine und fand vor 4.500 Zuschauern statt. Es war das Abschiedsspiel von Bernie Roth, der als Kapitän eine Landesligaauswahl aufs Feld führte und seinen Gegenspieler Uwe Rahn fast zur Bedeutungslosigkeit verdammte. ......................................................................

1986/87 5. Platz mit 61 : 48 Toren und 41 : 27 Punkten. Meister wurde der Vfl Pfullingen. In dieser Saison blieb der SV Hirrlingen als einzige Mannschaft zuhause unbesiegt, gewann das Hallenturnier des SV Tübingen und war erstmals seit dem Aufstieg 1982 in seinem 153. Spiel in der Landesliga am 23.11. Tabellenführer dieser Liga.
1987/88 8. Platz (wieder 19 Mannschaften) mit 57 : 48 Toren und 39 : 33 Punkten. Meister wurde der Vfl Herrenberg. Die Herrenberger verloren während der Saison nur 2 Spiele, eines in Epfendorf und das andere zuhause gegen, na!... den SV Hirrlingen. Die Saison begann mit einem 2 : 1 Sieg im WFV-Pokal beim VfB Friedrichshafen und endete mit einem 2 : 1 Sieg in Gültstein. Michael Höfig hörte als Spielertrainer auf. Ihn zog es ebenso seinen Vorgänger als Lehrer nach Ecuador.
1988/89 Abstieg. Meister wurde der TSV Ofterdingen. Nachdem in den Jahren zuvor immer einstellige Tabellenplätze errungen wurden, kam dieser Fall doch etwas überraschend. Die Runde stand aber schon von Beginn an unter keinem guten Zeichen, denn schon in der Vorbereitung verletzte sich Stammtorhüter Wolfgang Kurz so schwer, dass er monatelang ausfiel und erst in den letzten Spielen wieder eingreifen konnte. Zum 1. Mal in der Vereinsgeschichte trennte sich der SV Hirrlingen vorzeitig von einem Trainer, der glücklose Wolfgang Schneck wurde von Wolfgang Kurz abgelöst, der aber den verfahrenen Karren auch nicht mehr Dreck ziehen konnte.
1989/90 In dieser Saison wurde, wie bereits erwähnt, zum 2. Mal die Meisterschaft in der Bezirksliga errungen. Vor der Saison wußte niemand so recht, wo man steht, da 4 Stammspieler ersetzt werden mußte. Ein Platz im vorderen Mittelfeld war das erklärte Ziel. Trainer Dietmar Schneider stellte die Mannschaft optimal in jedem Spiel ein, trimmte die Spieler fit wie selten zuvor und so war man von Anfang an in der Spitze dabei. Nach einem Drittel der Runde zeichnete sich ein Dreikampf um die Meisterschaft zwischen Tübingen, Rottenburg und Hirrlingen ab, der später ein Zweikampf zwischen dem SV Tübingen und uns wurde. Die Vorentscheidung fiel im Spiel gegeneinander, das der SV Hirrlingen vor 700 Zuschauern durch seine Tore seine "altstars" Franz Hurm und Martin Zug mit 2 : 1 gewann. Am Ende der Saison waren beide Mannschaften punktgleich mit 54 : 14 Punkten, der SV Hirrlingen hatte aber das um 7 Tore bessere Torverhältnis und so die Nase vorn. Dieser Erfolg ist umso höher zu bewerten, da Hirrlingen nur als Außenseiter galt und alle Experten eines besseren belehrte.
10.06.1990 Spiel in Holzelfingen Was da ablief, stellte alles bisher Dagewesene in den Schatten. 400 treue Hirrlinger Anhänger begleiteten unsere Mannschaft auf die Alb und peitschten die Spieler zum Sieg. Mit einem Sonderbus und zig Privatwagen ging es im Konvoi zurück nach Hirrlingen, wo der Musikverein bereits wartete und die Spieler mit ihrem Erfolgstrainer Dietmar Schneider und allen Fans spielend durch den Ort führte. Ein unvergeßliches Erlebnis für alle Beteiligten. ....................................
1993 folgte nach insgesamt zehnjähriger Landesligazugehörigkeit der Abstieg aus der Landesliga unter Trainer Rainer Wilfeld, der nach dieser Saison den Verein auch verließ. Die erfolgreiche Generation trat nach und nach ab. Der neue Trainer Josef Saile, der erfolgreichste Hirrlinger Fußballer, ehemaliger Profi der Stuttgarter Kickers, musste in der Bezirksliga mit den noch verbliebenen Landesliga-Kickern, einigen Nachwuchskräften und Neuzugängen den Neuaufbau einleiten. Vorrangiges Ziel war erst einmal die Etablierung in der neuen Liga, was mit dem zehnten Platz
1994 auch gelang.Josef Saile stieg nach nur einer Saison aus, ihm folgte der weithin unbekannte Student Dietmar Schnelle aus Radebruch. Mit einem Mini-Kader von etwa 15 Spielern schaffte die Mannschaft
1995 völlig überraschend einen fünften Platz. Und das bei einem Torverhältnis von 34:44 (!!), was sogar der "BILD"-Zeitung eine kleine Schlagzeile wert war. Nicht wenig dazu beigetragen hat die schon legendäre 0:11-Pleite beim späteren Meister TSV Eningen. Torhüter war damals der langjährige Ofterdinger Keeper Jürgen Uhl. Da der junge Schnelle nicht so rechte Bindung zum Team fand, suchte der HSV wieder nach einem neuen Spielertrainer. Rolf Dietter, Verbandsliga-Spieler des TSV Ofterdingen, nahm sich der Aufgabe an. Als Libero und Trainer formte Dietter eine Mannschaft, die sich in den kommenden Jahren in der Spitzengruppe der Bezirksliga etablierte. Bereits in seiner ersten Saison landete Dietter mit den Hirrlingern
1996 auf dem dritten Tabellenplatz.
1997 wurde das Team immerhin Fünfter. Ein Jahr später feierte der HSV gar die Vizemeisterschaft, wenn auch recht deutlich hinter dem Meister TB Kirchentellinsfurt. Daniel Ulmer wurde Bezirksliga-Torschützenkönig. In seiner vierten und bisher letzten Saison in Hirrlingen belegte Dietter mit dem HSV
1999 den sechsten Platz. Mit dem langjährigen Spielertrainer verließen mehrere Leistungsträger wie Ulmer oder Andy Biesinger den Verein. So stand der ehemalige HSV-Torjäger Matthias Zug, der sich von nun an um die Geschicke der 1.Mannschaft kümmerte, wieder vor einem Neuaufbau. Und schaffte mit dem Team im Jahre
2000 sensationell den fünften Tabellenplatz.
2001 wiederholte die Mannschaft diesen Erfolg nicht, schaffte mit dem zwölften Platz aber immer noch den Nichtabstieg.